Von Dämonen und Intrigen

Ja ich weiss, ich weiss. Lang ist's her, dass ich hier geschrieben habe. Hey, auch ein Hund ist nur ein Mensch! Ich muss hier daheim auf so viele Dinge achten, da geht das Internet halt unter. Real Live ist eben wichtiger. So lautet die Regel.

Dass mein Mitbewohner auf allen Ebenen seines erbärmlichen Daseins verkackt hat, erwähnte ich ja schon an diversen Stellen. Da wundert es nicht, wenn man feststellen muss, dass er natürlich auch bei seinem bislang einzigen Wurf nicht allzu viel Erwähnenswertes richtig  gemacht hat. Ja, der Mitbewohner hat - man glaubt es kaum - Nachwuchs. Und dieser hat es in sich.

Es ist zum Beispiel, aus mir unbegreiflichen Gründen,  üblich, dass der Nachwuchs (ein Weibchen) morgens mit mir raus geht. Dass es der Mitbewohner nicht für nötig erachtet, dies mit mir zu tun, wie es seine Pflicht sein sollte, kann ich einesteils zwar nachvollziehen. Aber dass er nicht merkt, dass da etwas (eine Untertreibung, haha) schief läuft, ist andererseits nicht verständlich.

Da geht das Gör also morgens mit mir hinaus, rennt voll übertriebener Eile über die Strasse - erwähnte ich schon, dass Menschenjunge es scheinbar lieben, ohne zu schauen einfach drauf los zu rennen - und treibt mich an, ich solle mich beeilen. Ja wer bin ich denn? Schon aus Tradition muss ich solcherlei Ansinnen selbstverständlich ignorieren und schlendere ihr also gemütlich hinterher, freilich nicht, ohne einen Blick nach links und rechts zu werfen.

Der Madame ist das dann regelmässig nicht recht. Sie beginnt zu zetern. Oder gar zu schreien. Jagt mich auf die grosse Wiese und kaum, dass ich ausser Sichtweite bin, nach mir zu rufen, ich solle hinmachen. Und ja, neulich hat sie es sogar für angebracht gehalten, nach mir zu treten. Nicht immer, aber diesemal, ist es mir gelungen, nach ihr zu schnappen. Soll sie bluten für ihre Gewalttaten, dieses unverschämte Ding.

Ich sehe Ihren Einwand: Aber mein Lieber!, welch barbarische Ansichten treten denn da bei Ihnen zu Tage!, das kennt man ja gar nicht von Ihnen! und so weiter. Ja Ja, kann ich da nur entgegnen. Kriegen Sie mal täglich einen Tritt in den Hintern oder die Nieren. Da will ich sehen, wie Sie die Contenance bewahren. Ha! Bei den Göttern, da kann ich nur verächtlich lachen.

Und, Sie ahnen es, ich bin natürlich nicht das einzige Opfer dieses Menschenjungen. Auch mein Mitbewohner ist es und noch mehr die Dame des Hauses. Freilich tritt das Gör nicht im Wortsinne nach den beiden, sie tut es eher subtil. Erzählt hier Geschichte A, dort Geschichte B und schon liegen sich die Mitbewohner im Klinch. Das Gör frohlockt derweil. Nein, ich denke mir das nicht aus, ich habe es oft genug beobachtet.

Nun, werden Sie sagen, was tut der Mitbewohner aber dagegen? Zu allererst muss man, um diese Frage zu beantworten, wissen, dass dieser Witz von einem Mensch, wenig bis gar nichts von diesen Vorgängen weiss. Ich meine ich möchte mich nicht um der Schmerzen willen beschweren, die sie mir angetan hat, Gott bewahre, wie man so sagt. Ich komm schon klar. Aber die beiden Mitbewohner scheinen einerseits zu leiden, andererseits jedoch keinen Ausweg zu wissen.

Ja, Sie haben recht. Es ist eine Farce. Da haben diese Wesen nun einen Vertreter einer intelligenten Spezies in ihrer Nähe, kommen aber nicht auf die Idee, sich einmal mit eben jenem zu beratschlagen. Man kennt das ja, niedrigere Lebensformen sind sich ja gar nicht ihres Niveaus bewusst, wie um alles in der Welt sollten Sie da auf die Idee kommen, sich bei einem höheren Wesen Rat zu holen? Wie ich sehe, haben Sie es verstanden, Verertester.

Die Frage nach den Gründen zu erörtern ist freilich müssig, denn diese sind ja offenkundig. Dieses Menschenjunge ist mit wenig bis keinen Regeln aufgewachsen und nun unterliegt es eben jenen. Und sie hat den Mitbewohner nicht mehr für sich allein. Wobei sie ihn, genau genommen, tatsächlich noch nie wirklich für sich allein hatte. Mich nicht mitgerechnet. Aber erklären Sie das mal solchem Gewürm. Genau, zwecklos.

Manchmal könnte man meinen, das Junge sei von Dämonen übelster Sorte befallen. Erschrecken Sie nicht, Sie und ich, wir beide wissen selbstverständlich, dass das Ammenmärchen sind. Aber man bekommt manchmal den Eindruck. Allenthalben mutiert das Menschenjunge zu einer Monstrosität erster Klasse. Würde man ihre perviden Intrigen verfilmen, könnte man sicher ganze Kinosäle füllen.

 Tja, ein Teufelskreis, in dem die Mitbewohner da festsitzen. Ja der Witz erschliesst sich nicht gleich, nehmen Sie sich Zeit. Derweil reibe ich mir meine Waden und halte hier weiter die Stellung. Neue Ideen hat das Menschenjunge ja ständig. Vor Langeweile muss ich mich daher momentan nicht fürchten.

 

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"Des Menschen bester Freund" ?

Der Hund soll ja nach Meinung der Menschen dessen bester Freund sein. Immer erhellend bei solchen Aussagen sind Redewendungen, die sich auf das in Frage kommende Objekt beziehen, in diesem Falle also über den Hund. Ich habe mal einige zusammengetragen:

  • Das ist ja ein dicker Hund
  • auf den Hund kommen
  • Scheiss der Hund drauf
  • hundsgemein
  • hundeelend
  • Du Hund!
  • Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt
  • bekannt wie ein bunter Hund
  • jemanden wie einen Hund behandeln
  • wie Hund und Katze
  • ein krummer Hund

Ich mag mich täuschen, aber allzuviele positive Aspekte kann ich den aufgelisteten Redewendungen nicht entnehmen. Der Hund scheint in der Tat bei den Menschen eher unbeliebt zu sein und zwar so sehr, dass er für allerlei negative Metaphern herhalten muss.

Glücklicherweise sind wir Hunde aber geduldig und so hoffen wir genauso wie in den vergangenen Jahrtausenden, dass man uns eines Tages doch in angemessener Weise würdigen wird.

 

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Muss das sein?

Der verehrte Mitbewohner hat einen Schatten. Diese Woche macht er Bereitschaft, was zur Hölle das auch immer sein soll. Bei dieser Tätigkeit legt er sich ins Bett und schläft und irgendwann des Nachts geht das Telefon, er steht auf, fängt an, an seinem Rechner rumzufummeln, rennt in die Küche, aufs Klo und was weiss ich nicht noch alles.

Verdammt. Muss. Das. Sein. Andere. Leute. Wollen. Schlafen.

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Komisches rotes Vieh

Was soll man von sowas halten:

via

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Schubladendenken

Nun endlich wissen wir, woher das Schubladendenken der Menschen kommt.

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Das können wir schon lange!

Da schaut Euch mal an, was unsereines so alles kann:

Ha!

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