Gebrauchsanweisung zum Reinigen Ihrer Toilette

1. Öffnen Sie den Toilettendeckel und füllen Sie 1/8 Tasse Tiershampoo ein.

2. Nehmen Sie Ihre Katze auf den Arm und kraulen Sie sie, während Sie sich vorsichtig in Richtung Badezimmer bewegen.

3. In einem geeigneten Moment werfen Sie Ihre Katze in die Toilettenschüssel und schließen Sie den Toilettendeckel. Möglicherweise sollten Sie auf den Deckel stehen.

4. Die Katze wird nun selbständig mit dem Reinigungsvorgang beginnen und ausreichend Schaum produzieren. Lassen Sie sich von lauten Geräuschen aus der Toilette nicht irritieren, Ihre Katze genießt es!

5. Betätigen Sie nun mehrmals die Toilettenspülung, um den „Power-wash“-Vorgang und die anschließende Nachspülung einzuleiten.

6. Sofern Sie auf dem Toilettendeckel stehen, bitten Sie jemanden, die Haustüre zu öffnen. Stellen Sie sicher, dass sich keine Personen zwischen Toilette und Haustür befinden.

7. Öffnen Sie dann aus gebührendem Abstand möglichst schnell den Toilettendeckel. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit Ihrer Katze wird deren Fell durch die Zugluft trockengefönt.

8. Toilette und Katze sind damit beide wieder sauber.

Mit den besten Grüßen, Der Hund

Re:

Ja, schon wieder 4 Wochen nichts geschrieben. Der Mensch und ich waren bei Frauchen im hohen Norden. Sie hat Windows auf ihrem Rechner, damit komm ich nicht zurecht. Und Menschens Notebook ist mir zu popelig.

Also.

Die Tage geht es weiter, keine Bange. Muss mich nur erstmal von dem Stress erholen.

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Wutprobe

 

Hach, da hat der Mitbewohner, sonst kein Kind schlauer Einfälle, ja mal eine saubere Punktlandung hingelegt. Er hat schon vor ein paar Tagen den Rechner im "Büro" (eher eine Rumpelkammer, aber wer fragt mich schon) neu installiert. Unter anderem hat er ihn für die Benutzung durch seinen Nachwuchs hergerichtet.

Gestern fragte sie ihn, ob sie denn ins Internet dürfe, worauf der Mitbewohner antwortete, dass es schon nach achzehn Uhr wäre und das daher nicht mehr ginge. Das junge Weibchen - sein Nachwuchs - maulte darauf hin etwas von Ungerechtigkeit und trottete von dannen. In ihrem Zimmer meckerte sie noch geraume Zeit vor sich hin und machte sich über den Mitbewohner lustig. Auch wenn der Mensch in der Tat ein Looser erster Güte ist, kann ich ein solches Verhalten nicht gut heissen. Das geziemt sich nicht, wie man bei uns zivilisierten Wesen, den Hunden, zu sagen pflegt.

Heute nachmittag kam sie also nach der Schule nach Hause. Zu spät, wie immer. Sie ging auch nicht umgehend mit mir hinaus, wie sie es hätte tun sollen, sondern zog es statt dessen vor, den Kühlschrank zu plündern und die Zeit sinnlos totzuschlagen. Irgendwann kam ihr dann die Idee, dass sie ja vielleicht heute ins Internet gehen könnte. Sie rief den Mitbewohner auf dessen Arbeit an und fragte um Erlaubnis. Eine weise Entscheidung, denn wie ich mitbekommen habe, hat er das neue System nicht ohne entsprechende Vorkehrungen installiert. Hätte sie den Rechner einfach so eingeschaltet, hätte er es gemerkt.

Anscheinend hatte er es erlaubt. Das Passwort wusste sie schon, also legte sie los und daddelte fleissig im Netz umher. Was auch immer sie da getrieben haben mag - wen interessiert das auch. Nach nur einer halben Stunde aber schlug sie plötzlich auf den Tisch. Ich ging um die Ecke um zu sehen, was los war. Sie war ausser sich vor Wut. Schrie den Rechner an und verfluchte den Mitbewohner, der - zur Abwechslung - tatsächlich einmal gehalten hatte, was er angedroht hat:

pünktlich ab achzehn Uhr war das Internet gesperrt.

Das junge Weibchen tobte, fluchte, schimpfte, schrie und verfiel schliesslich in einen Weinkrampf. Letzteres aber wohl eher ob ihrer Ohnmacht, weil sich gezeigt hatte, dass der Vater offenbar doch am längeren Hebel zu sitzen scheint.

Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Sie, die immerzu ihre Intrigen und Lügen gegen andere, vorzugsweise ihre Eltern, schmiedet, ist hereingelegt worden. Nun ja, hereingelegt ist vielleicht das falsche Wort. Immerhin hatte der Mitbewohner es ihr ja gesagt: Internet geht von fünf bis sechs. Eine Stunde pro Tag und keine Sekunde länger. Wie immer hatte sie das nicht ernst genommen (ich übrigens auch nicht!) und war daher umso schockierter, als sich herausstellte, wie sehr sie sich geirrt hatte.

Was für ein Spass. Ja ich weiss, Schadenfreude ist nicht eben eine der erstrebenswertesten Tugenden. Aber in dem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Redlich verdient, mein Fräulein, redlich verdient.

Praktischer Nebeneffekt für mich war, dass sie dann umgehend mit mir Gassi gegangen ist. Was sonst hätte sie noch tun können, unkreativ wie sie ist? Ich hab mich immer schön von ihr fern gehalten und mich königlich amüsiert, wie sie vor sich hin kochend durch den Park stapfte. Hehe!

Bravo, Herr Mitbewohner. Endlich mal eine Sache mit Hand und Fuss. Hoffentlich geht es so weiter.

 

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Ein Funken Hoffnung

Diese kleine Geschichte ist nicht von mir:

"Unsereins ist ein Lebensretter!", rief freudig der Bernhardiner aus. "Wie oft haben wir Menschen aus Lawinen gegraben und Verirrte aus den Bergen zurückgeführt."

"Unsere Kameraden haben auch schon Menschen aus Trümmern befreit!", riefen Rex, der Schäferhund und ein Rottweiler fast gleichzeitig. "Aber für unsere Nöte haben viele Menschen kein Gespür", seufzte der Bernhardiner. Er legte traurig seine Schnauze zwischen die dicken Vorderpfoten.

Piefke, der kleine Pudelmischling, erinnerte tröstend: "Es gibt aber auch immer mehr gute Menschen, die uns zu verstehen versuchen." "Das wissen wir alle!" Senta, die Colliehündin, schnupperte zustimmend in die Runde. "Es geht ja nur darum, auch die oft aus Unwissenheit gedankenlos und böse handelnden Menschen zu überzeugen, denn wir leben nun mal zusammen auf dieser Erde."

In diesem Augenblick kam eine Schar Buben den Hang herauf. "Schaut", rief Rex, "da kommen kleine Menschen. Auch sie werden fast überall verjagt. Viele in unserem Land mögen weder Hunde noch Kinder!" "Vielleicht besitzen sie noch die Gabe, Tiere zu verstehen und sprechen mit uns!", rief hoffnungsvoll ein Spitz.

Mit freundlichem Wedeln lief er auf die Bubenhorde zu. " Sieh dich vor!", schrie warnend der Rottweiler, "vermutlich sind es gedankenlose, rücksichtslose Knaben! Ein Teil der Menschen wird schon mit bösem Herzen geboren. Ich weiß es aus meinem Beruf als Polizeihund!"

Doch seine Warnung kam zu spät. Ein Stein traf den Spitz am Kopf. Die Hunde stoben auseinander. Die Buben waren grölend weitergerannt. Drei von ihnen hatten Stöcke in den Händen, klopften damit Wiesenblumen und schlugen auf Sträucher ein.

Nur ein Knabe war stehengeblieben. Er war der Jüngste von allen. Schmal und blass stand er im letzten Sonnenstrahl und streckte seine Hände mit einer hilflosen Geste nach den davoneilenden Hunden aus. In dem Moment drehte sich der Cocker Plumps um, der neben dem humpelnden Rex gelaufen war.

"Oh, sieh doch", rief er aus. Auch Rex drehte sich um zu dem auf der Wiese stehenden Jungen. "Es gibt noch Hoffnung", bellte er. Die beiden Hunde blickten sich verstehend an.

Dann setzten sie ihren Weg langsamer fort, während Freude in ihre Herzen einkehrte.

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Von Dämonen und Intrigen

Ja ich weiss, ich weiss. Lang ist's her, dass ich hier geschrieben habe. Hey, auch ein Hund ist nur ein Mensch! Ich muss hier daheim auf so viele Dinge achten, da geht das Internet halt unter. Real Live ist eben wichtiger. So lautet die Regel.

Dass mein Mitbewohner auf allen Ebenen seines erbärmlichen Daseins verkackt hat, erwähnte ich ja schon an diversen Stellen. Da wundert es nicht, wenn man feststellen muss, dass er natürlich auch bei seinem bislang einzigen Wurf nicht allzu viel Erwähnenswertes richtig  gemacht hat. Ja, der Mitbewohner hat - man glaubt es kaum - Nachwuchs. Und dieser hat es in sich.

Es ist zum Beispiel, aus mir unbegreiflichen Gründen,  üblich, dass der Nachwuchs (ein Weibchen) morgens mit mir raus geht. Dass es der Mitbewohner nicht für nötig erachtet, dies mit mir zu tun, wie es seine Pflicht sein sollte, kann ich einesteils zwar nachvollziehen. Aber dass er nicht merkt, dass da etwas (eine Untertreibung, haha) schief läuft, ist andererseits nicht verständlich.

Da geht das Gör also morgens mit mir hinaus, rennt voll übertriebener Eile über die Strasse - erwähnte ich schon, dass Menschenjunge es scheinbar lieben, ohne zu schauen einfach drauf los zu rennen - und treibt mich an, ich solle mich beeilen. Ja wer bin ich denn? Schon aus Tradition muss ich solcherlei Ansinnen selbstverständlich ignorieren und schlendere ihr also gemütlich hinterher, freilich nicht, ohne einen Blick nach links und rechts zu werfen.

Der Madame ist das dann regelmässig nicht recht. Sie beginnt zu zetern. Oder gar zu schreien. Jagt mich auf die grosse Wiese und kaum, dass ich ausser Sichtweite bin, nach mir zu rufen, ich solle hinmachen. Und ja, neulich hat sie es sogar für angebracht gehalten, nach mir zu treten. Nicht immer, aber diesemal, ist es mir gelungen, nach ihr zu schnappen. Soll sie bluten für ihre Gewalttaten, dieses unverschämte Ding.

Ich sehe Ihren Einwand: Aber mein Lieber!, welch barbarische Ansichten treten denn da bei Ihnen zu Tage!, das kennt man ja gar nicht von Ihnen! und so weiter. Ja Ja, kann ich da nur entgegnen. Kriegen Sie mal täglich einen Tritt in den Hintern oder die Nieren. Da will ich sehen, wie Sie die Contenance bewahren. Ha! Bei den Göttern, da kann ich nur verächtlich lachen.

Und, Sie ahnen es, ich bin natürlich nicht das einzige Opfer dieses Menschenjungen. Auch mein Mitbewohner ist es und noch mehr die Dame des Hauses. Freilich tritt das Gör nicht im Wortsinne nach den beiden, sie tut es eher subtil. Erzählt hier Geschichte A, dort Geschichte B und schon liegen sich die Mitbewohner im Klinch. Das Gör frohlockt derweil. Nein, ich denke mir das nicht aus, ich habe es oft genug beobachtet.

Nun, werden Sie sagen, was tut der Mitbewohner aber dagegen? Zu allererst muss man, um diese Frage zu beantworten, wissen, dass dieser Witz von einem Mensch, wenig bis gar nichts von diesen Vorgängen weiss. Ich meine ich möchte mich nicht um der Schmerzen willen beschweren, die sie mir angetan hat, Gott bewahre, wie man so sagt. Ich komm schon klar. Aber die beiden Mitbewohner scheinen einerseits zu leiden, andererseits jedoch keinen Ausweg zu wissen.

Ja, Sie haben recht. Es ist eine Farce. Da haben diese Wesen nun einen Vertreter einer intelligenten Spezies in ihrer Nähe, kommen aber nicht auf die Idee, sich einmal mit eben jenem zu beratschlagen. Man kennt das ja, niedrigere Lebensformen sind sich ja gar nicht ihres Niveaus bewusst, wie um alles in der Welt sollten Sie da auf die Idee kommen, sich bei einem höheren Wesen Rat zu holen? Wie ich sehe, haben Sie es verstanden, Verertester.

Die Frage nach den Gründen zu erörtern ist freilich müssig, denn diese sind ja offenkundig. Dieses Menschenjunge ist mit wenig bis keinen Regeln aufgewachsen und nun unterliegt es eben jenen. Und sie hat den Mitbewohner nicht mehr für sich allein. Wobei sie ihn, genau genommen, tatsächlich noch nie wirklich für sich allein hatte. Mich nicht mitgerechnet. Aber erklären Sie das mal solchem Gewürm. Genau, zwecklos.

Manchmal könnte man meinen, das Junge sei von Dämonen übelster Sorte befallen. Erschrecken Sie nicht, Sie und ich, wir beide wissen selbstverständlich, dass das Ammenmärchen sind. Aber man bekommt manchmal den Eindruck. Allenthalben mutiert das Menschenjunge zu einer Monstrosität erster Klasse. Würde man ihre perviden Intrigen verfilmen, könnte man sicher ganze Kinosäle füllen.

 Tja, ein Teufelskreis, in dem die Mitbewohner da festsitzen. Ja der Witz erschliesst sich nicht gleich, nehmen Sie sich Zeit. Derweil reibe ich mir meine Waden und halte hier weiter die Stellung. Neue Ideen hat das Menschenjunge ja ständig. Vor Langeweile muss ich mich daher momentan nicht fürchten.

 

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"Des Menschen bester Freund" ?

Der Hund soll ja nach Meinung der Menschen dessen bester Freund sein. Immer erhellend bei solchen Aussagen sind Redewendungen, die sich auf das in Frage kommende Objekt beziehen, in diesem Falle also über den Hund. Ich habe mal einige zusammengetragen:

  • Das ist ja ein dicker Hund
  • auf den Hund kommen
  • Scheiss der Hund drauf
  • hundsgemein
  • hundeelend
  • Du Hund!
  • Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt
  • bekannt wie ein bunter Hund
  • jemanden wie einen Hund behandeln
  • wie Hund und Katze
  • ein krummer Hund

Ich mag mich täuschen, aber allzuviele positive Aspekte kann ich den aufgelisteten Redewendungen nicht entnehmen. Der Hund scheint in der Tat bei den Menschen eher unbeliebt zu sein und zwar so sehr, dass er für allerlei negative Metaphern herhalten muss.

Glücklicherweise sind wir Hunde aber geduldig und so hoffen wir genauso wie in den vergangenen Jahrtausenden, dass man uns eines Tages doch in angemessener Weise würdigen wird.

 

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Muss das sein?

Der verehrte Mitbewohner hat einen Schatten. Diese Woche macht er Bereitschaft, was zur Hölle das auch immer sein soll. Bei dieser Tätigkeit legt er sich ins Bett und schläft und irgendwann des Nachts geht das Telefon, er steht auf, fängt an, an seinem Rechner rumzufummeln, rennt in die Küche, aufs Klo und was weiss ich nicht noch alles.

Verdammt. Muss. Das. Sein. Andere. Leute. Wollen. Schlafen.

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Komisches rotes Vieh

Was soll man von sowas halten:

via

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Schubladendenken

Nun endlich wissen wir, woher das Schubladendenken der Menschen kommt.

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Das können wir schon lange!

Da schaut Euch mal an, was unsereines so alles kann:

Ha!

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